Ernüchterung - Bundeswehr fehlt Geld für Aufträge
Der Tagesspiegel, 15.12.00
Ein Jahr nach dem Beginn der neuen Kooperation zwischen Bundeswehr und Wirtschaft ist auf Seiten der Wirtschaft eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Bei einer ersten Zwischenbilanz-Konferenz herrschte zwar Einigkeit auf beiden Seiten, dass die neuen Ansätze in Beschaffungswesen, Management und Ausbildungskooperation unbedingt weiter verfolgt werden müssten. [ mehr ]
Standortplanung am 10.01.2001
Bonn, 15.12.00
Nach den Worten des Vorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV), Oberst Bernhard Gertz, handle es sich bei der gestern in der Welt-online veröffentlichte "Giftliste" um ein Arbeitspapier mit Stand 06.12.00. Dies sei inzwischen in Teilen bereits überholt.
Mit Ergebnissen sei nach den Worten von Gertz erst nach der Klausurtagung des Ministers mit den Inspekteuren am 09./10.01.01 zu rechnen, auf deren Grundlage Gespräche mit den Ministerpräsidenten der Länder geführt werden sollen. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen werden Ende März erwartet.
Von Schließungen und Reduzierungen
Berlin, 14.12.00
40 Standorte sollen nach einem Bericht der Welt von Schließungen und Reduzierungen betroffen sein. Wie das BMVg mitteilt, handelt es sich bei der veröffentlichten Liste jedoch um ein mittlerweile überholtes Arbeitspapier. Wieviele und vor allem welche Standorte wirklich betroffen sind soll Ende Dezember/Anfang Januar bekannt gegeben werden. Dabei werden sich neben den Sparplänen des Ministers möglicherweise auch die ersten Auswirkungen der Aufstellung der fünften Teilstreitkraft "Streitkräftebasis" auf die Nachschubtruppe auswirken. Sobald gesichertere Informationen vorliegen, werden diese natürlich hier veröffentlicht.
Bundeswehrreform soll mindestens 200 Millionen Mark einsparen
Die Welt, 14.12.00
Das Kernstück in der von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) angestrebten Bundeswehrreform sind neue Investitionen in die Streitkräfte. Dies beginnt bei ihm aber nicht mit kräftigen Finanzausgaben, sondern mit Einsparungen. [ mehr ]
Industrie kritisiert Scharping: Privatisierung zu schleppend
Die Welt, 12.12.00
Kurz vor Beginn der zweiten Privatisierungskonferenz der Bundeswehr am Mittwoch in Berlin ist Verteidigungsminister Rudolf Scharping von der Industrie scharf kritisiert worden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärte, aus Sicht vieler Unternehmen, die bereits beträchtliche Vorleistungen erbracht hätten, "dauern die Startvorbereitungen zur Ausschreibung der Pilotvorhaben zu lange". [ mehr ]
Soldatinnen als Störfaktor?
Weser Kurier, 11.12.00
Fast jeder zweite Soldat (44 Prozent) könne sich nicht vorstellen, von einer Soldatin mit der Waffe in der Hand verteidigt zu werden. Begründung: Frauen seien für den Dienst mit hohen körperlichen Anforderungen ungeeignet. Ein Viertel aller Befragten gebe zu, Frauen in der Männerwelt Bundeswehr als "Störfaktor" zu empfinden. [ mehr ]
Deutsche Soldaten kehren aus Mazedonien zurück
Würzburger Volksblatt, 09.12.00
Am 2. Dezember übergab der Kommandeur der Multinationalen Brigade Süd, Brigadegeneral Fritz von Korff, in einem feierlichem Obergabeappell das Kommando über das Logistikregiment KOSOVO FORCES 1. Einsatzkontingent von Oberst Dipl.-Ing. Karl-Jürgen Klein an Oberst Dieter Diekmann 2. Einsatzkontingent. [ mehr ]
14. Panzergrenadierdivision HANSE beginnt Vorbereitung für Kosovo
Volksblatt Würzburg, 09.12.00
"Ausbildung ist die beste Versicherung" - unter diesem Gesichtspunkt ließ sich das Führerkorps der 14. Panzergrenadierdivision HANSE aus Neubrandenburg in den vergangenen Tagen am VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr an der Infanterieschule in Hammelburg in die vorbereitende Ausbildung für den Einsatz einweisen. [ mehr ]
2. Berliner Konferenz zur Kooperation Bundeswehr und Wirtschaft
Berlin, 08.12.00
Gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und rund 600 Vertretern aus Wirtschaft, Industrie und Handwerk zieht Verteidigungsminister Scharping am 13. Dezember die erste Jahresbilanz über die Vorhaben aus dem, am 15. Dezember 1999 unterzeichneten Rahmenvertrag "Innovation, Investition und Wirtschaftlichkeit in der Bundeswehr".
Kartellamt verhängt Bußgelder gehen Kampfschuh-Hersteller
Berliner Zeitung, 07.12.00
Sechs Unternehmen hätten in den Jahren 1996 und 1997 bei Ausschreibungen des Bundes ihre Angebotsmengen jeweils abgesprochen. Hierdurch sei der Wettbewerb praktisch ausgeschaltet worden. [ mehr ]
Betrieb will 80 Mitarbeiter entlassen
Nordkurier, 05.12.00
Die Fahrzeugwerke Neubrandenburg werden von der Bundeswehr im nächsten Jahr nur noch 94.000 statt 135.000 Arbeitsstunden bezahlt bekommen. [ mehr ]
Steuerzahler bringen monatlich 11.000 Mark Miete für GEBB auf
Welt am Sonntag, 03.12.00
Noch bevor die von Verteidigungsminister Rudolf Scharping ins Leben gerufene Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH - kurz GEBB - ihre Arbeit überhaupt aufgenommen hat, zweifeln immer mehr Politiker und Haushaltsexperten am Sinn dieser Einrichtung.[ mehr ]
3./ und 5./NschBtl 102 unterstützen Gehörlosenschule
Prizren, 30.11.00
Seit Mai stellten die Wildfleckener Nachschubkompanie 5./102 und die Eberner Nachschubkompanie 3./102 das Personal für die Logistik der Bundeswehr im Kosovo. Aus Wildflecken waren 62 Mann in Prizren, aus Ebern waren es ebenso viele. Chef der Nachschubkräfte im Kosovo war der Wildfleckener Kompaniechef Hauptmann Stephan Fey. Inzwischen sind die Soldaten aus Ebern und Wildflecken wieder zu Hause. Mit dabei waren: Björn Fischer, Peter Nägel, Stephan Ziegmann, Stefan Bock, Andre Böhmer, Thilo Oehme, Mirko Schwertfeger, Michael Drummer und Torsten Heyer. [ mehr ] [ NschBtl 102 ]
Neuer "Kommandeur" im Bundeswehrdepot Schackendorf
Schackendorf, 24.11.00
Das ehemalige Munitionsdepot in Schackendorf bei Bad Segeberg ist verkauft. Der Gärtnermeister Rudolf Beckmann erwarb das elf Hektar große Gelände erst vor wenigen Tagen vom Bund. Damit dürfte gleichzeitig die jahrelang leerstehende Immobilie vor dem drohenden Verfall gerettet sein. [ mehr ]
Oberstleutnant Michael Grothe ist neuer Kommandeur das Nachschubbataillon 141
Karow, 24.11.00
Am Freitag übernahm Oberstleutnant Michael Grothe das Kommando über das Nachschubbataillon 141 in Karow. Damit hat der 42-Jährige ein großes Ziel erreicht: "Für Offiziere ist die Verwendung als Bataillonskommandeur die Wunschverwendung schlechthin", sagt er über seinen neuen Posten. [ mehr ]
Transportkompanie übernimmt Patenschaft für das Bergdorf Lomnica in Mazedonien
Ellwangen, 23.11.00
Im Rahmen dieses CIMIC-Projektes hatte die Ellwanger Transportkompanie eine Patenschaft über das Bergdorf Lomnica in Mazedonien übernommen. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden hatten die Soldaten einen Zaun um einen Teil des Schulgebäudes gezogen, um die Sicherheit der Schulkinder zu gewährleisten, "denn da ging es ganz schön steil nach unten", so die Aussage eines Soldaten. Daneben wurde den Kindern auch eine Toilette mit Wasseranschluss und Stromversorgung erstellt. [ mehr ]
Wir wollen eine moderne, leistungsfähige und attraktive Bundeswehr
Leipzig, 13.11.00
Die Bundeswehr steht nach Aussage ihres Generalinspekteurs, General Harald Kujat, vor ihrer weitreichendsten und tiefgreifendsten Reform. Dies machte der Offizier am Montag vor rund 650 Admiralen, Generalen und Obersten sowie hochrangigen zivilen Dienststellenleitern der Streitkräfte deutlich. In seiner Eröffnungsrede zur 38. Kommandeurtagung der Bundeswehr forderte der Generalinspekteur eine „moderne, leistungsfähige und attraktive Bundeswehr“. Die Feinausplanung für die künftige Bundeswehr-Struktur wird nach Kujats Angaben bereits Ende des Jahres vorliegen. Im ersten Quartal 2001 solle darüber hinaus die Stationierungsplanung abgeschlossen sein. [ mehr ]
Zehn Jahre Wiedervereinigung aus Sicht künftiger Offiziere
Garlstedt, 06.11.00
In der Nachschubschule des Heeres in Garlstedt versuchten Offiziersanwärter Antworten auf die Fragen zu finden, wie es zum Ende der DDR und zur Übernahme der Nationalen Volksarmee (NVA) kam. Ereignisse, die nach den Worten des Hausherrn General Hans-Joachim Lühr "aufregend und nicht ganz ungefährlich, aber gleichzeitig ein Glücksfall für uns waren!"Die Referenten, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls gerade zehn Jahre alt waren, holten weit aus. [ mehr ]
Aufgaben der GEBB dauerhaft nicht ohne Verfassungsänderung zu realisieren
Die Welt, 04.11.00
Wie "Die Welt" in ihrer Samstagsausgabe berichtet, geht es im Kern darum, daß die Privatisierungs-Agentur in einem staatlichen Kernbereich - einer funktionsfähigen militärischen Verteidigung - tätig wird. Die Aufgaben sind bislang im Grundgesetz-Artikel 87b als staatliche Hoheitsaufgaben der Bundeswehrverwaltung zugewiesen.
Außerdem stellt sich die Frage, wie und ob man Privatunternehmen beispielsweise zum Fronteinsatz zwingen kann. [ zum Artikel ] [ GEBB ]
Logistikregiment 10 hilft beim Bau von Kindergärten, Schulen und Spielplätzen
Volksblatt Würzburg, 04.11.00
Ob es sich um die Schulbauten, die geplanten Kinderspielplätze, den Ausbau des Kindergartens oder die Anschaffung gebrauchter Krankenwagen für verschiedene Kliniken handelt - ein Problem gibt es allerdings überall: Es mangelt am Geld. Da die Eigenspenden nicht ausreichen, sind den Soldaten nach Zinks Angaben "oftmals die Hände gebunden". "Viele Hilfeersuchen müssen deshalb unbeantwortet bleiben", bedauert Zink.
Oberst Klein, Kommandeur LogRgt 10, und Major Rainer Zink bitten um Geldspenden auf das
Konto 10 12 83 60 11 "Kdr LogRgt KFOR", Pax-Bank Köln (BLZ 370 60 193)
Möglichst bis 18. November
[ zum Artikel ]
Bundeswehr-Ärzte nach Gaza geflogen
Berlin/Köln, 03.11.00
Sechs Ärzte der Bundeswehr sind am Freitag vom militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens in Richtung Gaza-Streifen abgeflogen. Wie das BMVg weiter mitteilt, sollen sie als Erkundungsteam den Transport von rund 50 bei den schweren Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Palästinensern verletzten palästinensischen Kindern und Jugendlichen nach Deutschland vorbereiten.
38. Kommandeurtagung der Bundeswehr
Berlin, 02.11.00
Unter der Leitung des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Harald Kujat, findet die 38. Kommandeurtagung der Bundeswehr am 13. und 14. November 2000 in Leipzig statt. Sie steht unter dem Thema: "Bundeswehr im XXI. Jahrhundert. Wir gestalten die Zukunft".
Bei mehr Frauen gibt es eben auch viel Klatsch und Tratsch
Berlin, 28.10.00
Grundsätzlich begrüßt die Leiterin der Zahnarztgruppe Strausberg, Margitta Treptow, die geplante Öffnung der Bundeswehr als Zeichen der praktizierten Gleichberechtigung. "Der große Boom Frauen in die Bundeswehr wird jedoch nicht kommen", zeigte sich Treptow gegenüber der Presse sicher. [ mehr ]
25-jähriges Patenschaftsjubiläum
Rheine
Ihr 25-jähriges Partnerschaftsbestehen mit der Gemeinde Metelen feierte kürzlich die in Rheine ansässige Stabskompanie des Logistikregiments 11. Zu diesem Anlaß fand in der Kaserne Gellendorf ein Festakt mit dem Bürgermeister Metelens, Karl-Heinz Brenner, sowie Vertretern der Gemeinde statt. In seiner Rede betonte der Bürgermeister die Verbundenheit der Gemeinde mit den Soldaten. "Wir haben den Willen, diese Partnerschaft weiterhin positiv zu gestalten." Oberstleutnant Henry Giebelmeyer wies darauf hin, daß gerade im Hinblick auf die für die Bundeswehr zu erwartenden Veränderungen eine konstante Verbindung zwischen den Soldaten und der Zivilbevölkerung notwendig sei. Mit der gemeinsamen Enthüllung eines Patenschaftsschildes vor dem Unterkunftsgebäude der Stabskompanie fand das Jubiläum seinen Höhepunkt.
Quelle: Heer (böck), 9/2000, S. 23
3000 Offizierbewerber auf Truppenbesuch
(Bonn, 25.10.2000) Am 28. und 29. Oktober 2000 informieren sich rund 3000 Gymnasiasten in 17 Standorten der Bundeswehr über ihre Karrierechancen als Offizier bei Heer, Luftwaffe, Marine und im Sanitätsdienst, wie das Referat für Nachwuchswerbung bekannt gab.
Die Jugendlichen - davon ca. 750 junge Frauen - im Alter von 17-20 Jahren haben während der zentralen Aktion der Nachwuchswerbung, die unter dem Motto: "Offizier 2001" stand, ihr Interesse bekundet, sich eingehend mit den Laufbahnmöglichkeiten als Offizier zu beschäftigen. Daraufhin wurden sie zu diesem Truppenbesuch eingeladen. Individuelle Wehrdienst- und Studienberatung, Truppe "live", aber auch Entertainment stehen für die jungen Erwachsenen - ob aus Kiel oder Kaufbeuren, aus Leipzig oder Ludwigshafen - auf dem Programm.
Um das Studienleben vor Ort kennenzulernen, besuchen Ineressenten vermehrt die Universitäten der Bundeswehr.
In der Logistikkette können 230 Mio. DM gespart werden
(Bonn, 24.10.2000) In der mittleren Versorgungsebene verfügt das Heer über insgesamt fünfzig Nachschub- und Versorgungskompanien mit eigener Lagerhaltung. Durch eine Anpassung der Versorgungsreichweite des Materials in den Lagern der Einheiten an die veränderte militärpolitische Lage und an die beschleunigten Abläufe in der Logistikkette der Bundeswehr könnten einmalig ein Betrag von rd. 230 Mio. DM und laufend zwischen 12 Mio. DM und 18 Mio. DM im Jahr eingespart werden, so der Bundesrechnungshof in seinem Jahresbericht 2000.
Gummi ist doppelt so teuer wie Sand
(Bonn, 24.10.2000) Die Bundeswehr ersetzt seit Mitte der 90er-Jahre die herkömmlichen Sandgeschossfänge ihrer etwa 145 Standortschießanlagen durch kostenaufwendige Geschossfänge mit Gummigranulat. Bislang sind rd. 22 Mio. DM für den Umbau ausgegeben worden. Noch anstehende Investitionen für etwa 100 Standortschießanlagen umfassen ein Volumen von mehr als 100 Mio. DM. Der Bundesrechnungshof hält den Umbau nicht für erforderlich. Er sieht in einem häufigeren Austausch des mit Schadstoffen belasteten Sandes eine kostengünstigere und gleichwohl umweltgerechte Alternative.
Beim Dauerbetrieb der neuen Anlagen zeigte sich eine hohe Reparaturanfälligkeit. Die Wartungskosten waren mit jährlich rd. 23 000 DM etwa doppelt so hoch wie bei Sandgeschossfängen.
Den ganzen Bericht "Bemerkungen 2000 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes" (1,71 MB) finden Sie [ hier ]